BYOD aus Schülersicht

Beitrag von Justus aus der Klasse 7c

BYOD steht für Bring Your Own Device, also „Bring dein eigenes Gerät mit“. Unter „Gerät“ sind dabei vor allem Tablets zu verstehen, möglich sind aber auch Smartphones und Laptops. Es ist ein wichtiges Ziel des BYOD-Projekts, im Unterricht, für die Hausaufgaben und für die Kommunikation in der Klasse die Möglichkeiten dieser Geräte sinnvoll zu nutzen.

Kurz zur Technik: Das Betriebssystem ist egal, Android, Apple iOS oder Windows, alles geht. Die Hauptsache ist, dass man Programme herunterladen kann. Das sind z.B. Apps wie ein Hausaufgabenheft oder ein Vokabel-Trainer.

Ein kurioses Gerücht über die BYOD-Klasse besagt, dass wir keine Schulbücher hätten. Das stimmt nicht, denn wir haben die gleichen Bücher, Arbeitshefte usw. wie die anderen 7. Klassen auch, und wir benutzen sie auch. Ich wurde auch schon darauf angesprochen, ob man denn in den Pausen spielen darf. Das möchte ich hier mal richtig stellen: Für uns gilt die Handy-Regelung genauso wie für alle anderen Schüler. Wir dürfen die Geräte nur benutzen, wenn die Lehrerin oder der Lehrer uns die Erlaubnis erteilt. Das heißt, wir dürfen nicht zocken oder Musik hören oder irgendetwas anderes, das nichts mit der Schule zu tun hat.

Aber einiges ist bei uns doch anders, hier ein paar Beispiele: Wir benutzen eine Plattform, genannt edmodo. Die funktioniert so ähnlich wie facebook, aber nur die Schüler und Lehrer der Klasse tauschen dort Informationen aus. Manche Lehrer geben uns Informationen über edmodo, z.B. posten sie Links zu interessanten Internet-Seiten. Einige Hausaufgaben schreiben wir nicht in unser Heft, sondern benutzen eine App zum Schreiben oder z.B. für eine Mind Map. Dann posten wir unsere Ergebnisse auf diese Plattform, so dass der Lehrer und die Mitschüler sehen können, was wir gemacht haben. An Stelle eines Taschenrechners benutzen wir unsere Geräte, und für bestimmte Mathe-Aufgaben eine spezielle App.

Wir Schüler nutzen edmodo häufig, um Fragen zu stellen (Was war Hausaufgabe?) oder Dinge zu erklären. Das geht oft besser, als wenn man versucht, seine Mitschüler telefonisch zu erreichen. Auch die Eltern bekommen manchmal Informationen auf diesem Weg.

Leider stoßen wir auf technische Probleme: Zum Herunterladen der Apps und für die Kommunikation braucht man natürlich eine Internet-Verbindung, und wer schon etwas länger auf unserer Schule ist, der weiß, dass dieses Thema bei uns problematisch ist. Bis heute war es leider nicht möglich, ein stabiles Netz für unsere Geräte und das Whiteboard auf die Beine zu stellen. Also muss man zu Hause im WLAN seine Software laden oder man hat einen Vertrag mit Internet-Flat, aber das ist nicht bei jedem der Fall.

Ich hoffe, dass ich die wichtigsten Punkte zu BYOD erklären und ein paar Vorurteile ausräumen konnte.

Unterrichtsreihe zum Alten Ägypten

Im Geschichtsunterricht steht laut Lehrplan nun eine Reihe zum Alten Ägypten an. Hier kann als Grundlage auf eine vor zwei Jahren entwickelte Unterrichtsreihe zurückgegriffen werden. Damals war die Durchführung schwierig, da für jede Stunde ein Computerraum gebucht oder Laptop und Beamer reserviert und mitgebracht werden mussten. Das BYOD-Konzept in Kopplung mit einem IWB im Klassenraum vereinfach die Arbeit nun erheblich, so dass jede Stunde auf digitale Werkzeuge oder online verfügbare Materialien zurückgegriffen werden kann. Organisatorische Fragen rücken in den Hintergrund, so dass eine Konzentration auf didaktische und methodische Fragen möglich ist. Das ist eine der Stärken des BYOD-Ansatzes als schulisches Entwicklungskonzept. Wer sich für die Unterrichtsreihe zum Alten Ägypten interessiert, findet sie hier im Blog mit allen Materialien aufbereitet.