Unterrichtsreihe zum Alten Ägypten

Im Geschichtsunterricht steht laut Lehrplan nun eine Reihe zum Alten Ägypten an. Hier kann als Grundlage auf eine vor zwei Jahren entwickelte Unterrichtsreihe zurückgegriffen werden. Damals war die Durchführung schwierig, da für jede Stunde ein Computerraum gebucht oder Laptop und Beamer reserviert und mitgebracht werden mussten. Das BYOD-Konzept in Kopplung mit einem IWB im Klassenraum vereinfach die Arbeit nun erheblich, so dass jede Stunde auf digitale Werkzeuge oder online verfügbare Materialien zurückgegriffen werden kann. Organisatorische Fragen rücken in den Hintergrund, so dass eine Konzentration auf didaktische und methodische Fragen möglich ist. Das ist eine der Stärken des BYOD-Ansatzes als schulisches Entwicklungskonzept. Wer sich für die Unterrichtsreihe zum Alten Ägypten interessiert, findet sie hier im Blog mit allen Materialien aufbereitet.

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Anfangsunterricht Geschichte: Einführung in die Bildanalyse mit digitalen Medien

Im Anfangsunterricht Geschichte steht nach einer allgemeinen Einführung in die Frage „Was ist Geschichte?“ und „Wie erfahren wir etwas über Geschichte?“ oft als erstes konkretes Arbeitsthema „Familie: früher und heute“. Das Schulgeschichtsbuch bietet dazu üblicherweise einige Fotos, die mündlich oder schriftlich verglichen werden und anschließend um ein erstes „Zeitzeugengespräch“ mit einem Mitglied der eigenen Familie – verbunden mit einer kurzen Einführung in die Methodik – ergänzt werden können.

Um die mediengestützte Bildbetrachtung und -analyse im Geschichtsunterricht auszuprobieren und die Lernenden zugleich mit der Nutzung der IWB-Software (bei uns in der Schule: ActivInspire) vertraut zu machen, haben wir in der Projektklasse mit einem weiteren Foto vertiefend gearbeitet.

Das gewählte Foto aus dem Jahr 1919 stammt aus der Sammlung, die das Bundesarchiv unter CC-Lizenz in den Wikimedia Commons zur Verfügung gestellt hat. Aufgrund der Lizensierung ohne Probleme im Unterricht nutz- und bearbeitbar bilden die Fotos eine reichen Quellenschatz für den Geschichtsunterricht.

Die Schülerinnen und Schüler hatten die Aufgabe auf dem Foto Unterschiede zum Wohnen und Leben von Familien heute zu entdecken und sich zu überlegen, wie sie diese sinnvoll mit Hilfe der verschiedenen Funktionen der Software (Pfeile, Formen, Sprechblasen etc.) direkt am Bild annotieren können.

Die Arbeitsergebnisse sind sehr unterschiedlich ausgefallen. Unten finden sich zwei zufällig herausgegriffene Bearbeitungen als Beispiele. Die Bilder wurden in 4er-Gruppen bearbeitet. Dafür stand eine halbe Stunde Zeit zur Verfügung, Das ist für ein erstes Arbeiten mit der Software zu wenig, da das Kennenlernen, erstmalige Ausprobieren und Anwenden der Funktionen mehr Zeit beansprucht. Für eine gelungene Analyse fehlten den Schülerinnen und Schüler auch weitere Informationen zum Entstehungskontext des Bildes und zum historischen Hintergrund der Jahre 1918/19. Die gleichen Probleme gelten auch für die an dieser Stelle in den Schulbüchern abgedruckten, aber sonst nicht weiter kontextualisierten Fotos.

Nichtsdestotrotz eignet sich die thematische Kopplung mit der Fotoanalyse grundsätzlich gut zur Einführung in die Arbeit mit der Software. Wichtig ist allerdings, dass das Verfahren immer wieder aufgegriffen und eingeübt wird und eine Besprechung der Arbeitsergebnisse im Plenum erfolgt, um gemeinsam herauszuarbeiten, was an den vorgestellten Beispielen graphisch wie inhaltlich gut gelungen und auch was weniger gelungen ist.

Als Alternative zur Arbeit mit der Software der interaktiven Whiteboards gibt es übrigens mit Thinglink eine englischsprachige Web-Anwendung, die auch als App verfügbar ist, und auf sehr einfache Weise kollaboratives Annotieren und Kommentieren von Bildern ermöglicht.

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